Ende der Schonfrist: Aufsichtsbehörde verhängt erstmalig Bußgeld nach DSGVO

Seit knapp einem halben Jahr ist der neue europäische Datenschutz verpflichtend. Firmen, die sich nicht an ihn halten, müssen nun mit Bußgeldern rechnen – möglicherweise noch vor dem Jahresende.

 

Die DSGVO ist seit Mai dieses Jahres in Kraft. Obwohl damit eine zweijährige Übergangsfrist endete, waren die Aufsichtsbehörden in den letzten Monaten dazu angehalten, helfend, nicht strafend zu agieren. Diese weiche Schonfrist scheint sich nunmehr dem Ende zu neigen.

 

Nach den verpflichtenden neuen Regeln müssen Unternehmen sorgsamer mit den Informationen ihrer Kunden umgehen, diese umfassender informieren und ggf. Einwilligungen einholen. Zudem müssen Kunden in der Lage sein, die Löschung ihrer Daten in Auftrag zu geben oder ihre Daten zu einem anderen Anbieter zu übertragen. Unternehmen drohen bei Verstößen hohe Strafen von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes.

 

Ein erstes Bußgeld wurde in Deutschland nun gegen den Chatanbieter "Knuddels" verhängt. Zwar ist dieser nach seiner Datenpanne mit einem Bußgeld von "nur" 20.000 € noch einmal recht glimpflich davongekommen, dennoch könnte damit eine Trendwende zu einer eher strafenden Datenschutzaufsicht eingeläutet werden.

 

Dem Unternehmen waren nach einem Datenleck durch die ungeschützte Speicherung von Passwörtern fast zwei Millionen Zugangsdaten offengelegt worden. Das Bußgeld fiel deswegen recht niedrig aus, weil sich das Unternehmen den Behörden gegenüber transparent und zur Mitarbeit bereit gezeigt habe.

 

Dieser Fall zeigt nicht nur, wie wichtig es ist, vorbereitet und gut aufgestellt zu sein. Er belegt auch, dass seitens der Aufsichtsbehörden eine offene Kommunikation und gute Zusammenarbeit durchaus positive Auswirkungen haben kann.

 

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